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Lake Chala – Geheimtipp am Kilimanjaro: Kratersee zwischen Tansania und Kenia

  • 18. März
  • 2 Min. Lesezeit

Am Fuß des majestätischen Mount Kilimanjaro versteckt sich ein Ort, der selbst vielen Tansania-Reisenden unbekannt ist: der wunderschöne Lake Chala. Der smaragdgrüne Kratersee liegt direkt an der Grenze zwischen Tansania und Kenia und wirkt wie eine kleine, abgeschiedene Welt aus Wasser, Wald und Vulkanlandschaft.

Wer von der lebhaften Bergsteigerstadt Moshi aus einen Tagesausflug oder eine entspannte Übernachtung in der Natur plant, findet hier einen der schönsten und ruhigsten Orte der Kilimanjaro-Region.


Lake Chala

Lage und Anreise von Moshi

Lake Chala liegt etwa 50 bis 55 Kilometer östlich von Moshi und ist in ungefähr 1 bis 1,5 Stunden Fahrzeit erreichbar. Die Route führt zunächst auf der Straße Richtung Himo und weiter in Richtung der kenianischen Grenze bei Taveta.

Die letzten Kilometer verlaufen über eine Schotterstraße vorbei an kleinen Dörfern, Feldern und Akazienbäumen. Besonders während der Regenzeit kann die Strecke holprig werden.

Schon bei der Ankunft wird klar, warum dieser Ort als Geheimtipp gilt: Von oben blickt man plötzlich in einen riesigen Krater, dessen steile Hänge hinunter zu einem intensiv blau-grünen See führen. Dieser Kontrast aus dunklem Vulkanboden, grünem Wald und schimmerndem Wasser ist beeindruckend.


Geologie: Ein Vulkankrater voller Wasser

Lake Chala ist ein Kratersee vulkanischen Ursprungs, der durch geologische Aktivitäten rund um den Kilimanjaro entstanden ist. Der See befindet sich in einer Caldera, einem großen Einsturzkrater, der sich nach einem Vulkanausbruch gebildet hat.

Die Kraterwände fallen mehrere hundert Meter steil zum Wasser ab und sind heute dicht bewachsen. Besonders spannend ist jedoch, wie der See gespeist wird:

Lake Chala hat keinen sichtbaren Zu- oder Abfluss. Stattdessen wird er hauptsächlich durch unterirdisches Grundwasser gespeist, das aus den Regenfällen in den Bergwäldern des Kilimanjaro stammt. Dieses Wasser sickert durch vulkanisches Gestein in den Krater und sammelt sich im See.

Durch Mineralien im Wasser und wechselnde Lichtverhältnisse verändert sich die Farbe des Sees ständig – von türkis über smaragdgrün bis hin zu tiefem Blau. Genau diese Farbwechsel machen Lake Chala zu einem der fotogensten Orte der Region.


Aktivitäten am Lake Chala

Trotz seiner ruhigen Atmosphäre gibt es rund um den See mehrere Möglichkeiten, die Natur aktiv zu erleben.

Wanderung entlang des Kraterrands

Ein Spaziergang entlang des Krater-Randes gehört zu den schönsten Aktivitäten. Von hier aus eröffnen sich spektakuläre Panoramablicke über den gesamten See und die umliegende Landschaft.

Je nach Route dauert eine Wanderung zwischen 30 Minuten und zwei Stunden.

Abstieg zum See

Ein schmaler Pfad führt vom Kraterrand hinunter zum Wasser. Der Weg ist relativ steil, aber gut begehbar und dauert etwa 15 bis 20 Minuten.

Unten angekommen spürt man sofort die besondere Ruhe des Ortes. Das Wasser ist klar, die Luft angenehm kühl und die Geräusche der Außenwelt verschwinden.

Kajakfahren

Eine der beliebtesten Aktivitäten ist Kajakfahren auf dem See. Vom Wasser aus wirken die steilen Kraterwände noch beeindruckender. Gleichzeitig ist dies eine der besten Möglichkeiten, die Farbverläufe des Sees zu beobachten.


Beste Reisezeit für Lake Chala

Lake Chala kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden.

Die besten Bedingungen herrschen jedoch während der Trockenzeiten:

  • Juni bis Oktober

  • Dezember bis März

In dieser Zeit sind die Straßen besser befahrbar und Wanderungen rund um den Krater angenehmer.

Während der Regenzeit (April–Mai sowie teilweise im November) kann die Zufahrtsstraße schwieriger zu befahren sein.



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