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Lake Natron und die Ngare Sero Wasserfälle

  • 12. März
  • 2 Min. Lesezeit

Der Lake Natron gehört zu den außergewöhnlichsten Landschaften Ostafrikas. Der abgelegene Sodasee liegt im Norden von Tanzania, nahe der Grenze zu Kenya, am Fuße des aktiven Vulkans Ol Doinyo Lengai, der von den Massai als „Berg Gottes“ verehrt wird.

Der See ist für seine intensiv roten und orangefarbenen Wasserflächen bekannt, die durch salzliebende Mikroorganismen entstehen. Aufgrund des hohen Salzgehalts und der extremen Temperaturen wirkt die Landschaft fast surreal. Trotz dieser harschen Bedingungen ist der See ein bedeutender Lebensraum für Tiere – vor allem für Flamingos.


Von Arusha erreicht man den Lake Natron in etwa vier Stunden mit dem Safari-Fahrzeug – je nach Anzahl der Fotostopps unterwegs auch etwas länger. Der größte Teil der Strecke führt über eine geschotterte Piste durch die weite Landschaft des nördlichen Tansanias. Dabei ist die Straße stellenweise recht holprig – die berühmte „afrikanische Massage“ im Safari-Auto gibt es hier sozusagen kostenlos dazu.


Ein besonderes Highlight der Region sind die Ngare Sero Waterfalls. Die versteckten Wasserfälle erreicht man über eine kurze Wanderung durch eine schmale Schlucht mit Palmen und Felsen. Am Ende wartet ein natürlicher Pool mit kühlem Wasser – eine willkommene Erfrischung in der heißen Umgebung des Lake Natron.


Die geführte Tour, die von Massai aus der Region begleitet wird, führt über rutschige Felsen und durch den Fluss. Dabei steht das Wasser häufig knie- bis hüfthoch – im August 2025 standen wir stellenweise bis über die Oberschenkel im Wasser. Die Strecke erfordert daher Trittsicherheit und rutschfeste Schuhe, ist für geübte Wandernde jedoch auch ohne spezielle Ausrüstung gut machbar.


Am Ziel wartet ein klares Naturbecken unter dem Wasserfall, das von der Sonne angenehm aufgewärmt wird und zum Baden einlädt – eine willkommene Abkühlung nach der Wanderung und ein starker Kontrast zu den bis zu 50 °C heißen Ebenen der Umgebung.


Aus eigener Erfahrung würde ich davon abraten, eine teure Kamera mitzunehmen. Der Weg führt immer wieder durch den Fluss und über nasse Steine. Praktischer ist es, nur das Handy dabei zu haben – idealerweise in einer wasserdichten, transparenten Hülle.

Die lokalen Guides kennen den Weg sehr genau. Sie begleiten die Besucher, helfen an schwierigen Stellen und zeigen, wo man sicher auftreten kann. Teilweise nehmen sie einen sogar an der Hand, wenn es über glatte Felsen oder durch das Wasser geht. Dadurch fühlt sich die Tour sehr sicher an, auch wenn man mehrfach durch den Fluss laufen muss. Nach Aussage der Guides sind bislang keine Unfälle bekannt..


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