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Mkomazi Nationalpark - Schutzprojekt für das Spitzmaulnashorn und Wildhunde

  • 8. März
  • 2 Min. Lesezeit
Spitzmaulnashörner September 2025
Spitzmaulnashörner September 2025
Afrikanischer Wildhund
Afrikanischer Wildhund

Im Nordosten Tansanias – also genau in der entgegengesetzten Richtung von Arusha – liegt der Mkomazi-Nationalpark. Und genau das ist der Grund, warum viele Reiseanbieter diesen Park gar nicht in ihrem Programm haben.

Von Arusha fährt man auf einer gut ausgebauten Straße am Kilimanjaro International Airport vorbei über Moshi weiter in Richtung Same. Für diese Strecke benötigt man mit dem Safari-Jeep etwa drei bis vier Stunden.

Der Nationalpark wird von den Pare-Bergen und den Usambara-Bergen begrenzt. Im Nordosten geht er direkt in den kenianischen Tsavo-West-Nationalpark über und bildet damit ein wichtiges grenzüberschreitendes Ökosystem. Seit 2008 hat Mkomazi den Status eines Nationalparks.

In der Sprache der Pare bedeutet „Mkomazi“ so viel wie „Holzlöffel“ und „Wasser“. Der Name soll ausdrücken, wie trocken diese Region ist – so trocken, dass es manchmal schwierig ist, überhaupt genug Wasser zu finden, um einen Holzlöffel zu füllen.

Trotz dieser rauen Bedingungen ist der Park Lebensraum für eine beeindruckende Tierwelt. Neben Elefanten, Giraffen, verschiedenen Antilopenarten und Raubtieren ist Mkomazi vor allem für zwei besondere Schutzprojekte bekannt - dem der Schutz des Spitzmaulnashorn und das Zucht- und Auswilderungsprogramm für den Afrikanischen Wildhund.


Schutzprojekt für das Spitzmaulnashorn

Das sogenannte Rhino Sanctuary im Mkomazi-Nationalpark wurde eingerichtet, um das stark bedrohte Spitzmaulnashorn wieder in seinem ursprünglichen Lebensraum anzusiedeln. Durch Wilderei waren diese beeindruckenden Tiere in vielen Teilen Ostafrikas fast vollständig verschwunden.

Heute leben mehrere Nashörner in einem streng geschützten Gebiet innerhalb des Parks, das rund um die Uhr überwacht wird. Dank intensiver Schutzmaßnahmen und internationaler Zusammenarbeit wächst die Population langsam wieder. Für Safari-Gäste ist es ein ganz besonderes Erlebnis, eines dieser seltenen Tiere in seiner natürlichen Umgebung beobachten zu können.


Schutzprojekt für den Afrikanischen Wildhund

Ein weiteres außergewöhnliches Projekt im Mkomazi Nationalpark widmet sich dem Afrikanischen Wildhund, einer der seltensten Raubtierarten Afrikas.

In einer speziellen Forschungs- und Zuchtstation werden Wildhunde aufgezogen und später in geeigneten Schutzgebieten ausgewildert. Ziel ist es, stabile Populationen dieser faszinierenden und hoch sozialen Tiere aufzubauen. Die eleganten Jäger mit ihren großen Ohren und dem charakteristischen Fellmuster gehören zu den spannendsten Raubtieren der afrikanischen Savanne.


Ein besonderer Safari-Geheimtipp in Tansania

Gerade diese erfolgreichen Artenschutzprojekte machen den Mkomazi Nationalpark zu einem außergewöhnlichen Ziel für eine Safari in Tansania. Besucher erleben hier nicht nur beeindruckende Landschaften und Tierbeobachtungen, sondern erhalten auch einen Einblick in aktiven Naturschutz.

Wer Tansania abseits der bekannten Safari-Routen entdecken möchte, findet in Mkomazi eine faszinierende Kombination aus wilder Natur, seltenen Tierarten und engagiertem Artenschutz.



 
 
 

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1 Kommentar


Bea
vor 3 Tagen

Ich war im Mkomazi Nationalpark und habe die Nashörner beobachtet. Eine einmalige Gelegenheit - und auch ich finde es sehr schade das diese Park nur auf Nachfrage bzw. Geheimtipp von den großen Verabstaltern angeboten wird

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