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Great Migration – Die große Tierwanderung in der Serengeti

  • 11. März
  • 4 Min. Lesezeit

Die Great Migration in der Serengeti gehört zu den spektakulärsten Naturereignissen der Welt. Jedes Jahr ziehen mehr als zwei Millionen Tiere durch die Savannen Ostafrikas – immer auf der Suche nach frischem Gras, Wasser und besseren Lebensbedingungen. Für viele Safari-Reisende ist die große Tierwanderung in der Serengeti ein absoluter Höhepunkt einer Afrikareise.

Das beeindruckende Naturschauspiel spielt sich hauptsächlich im Ökosystem der Serengeti in Tansania und im angrenzenden Schutzgebiet der Maasai Mara in Kenia ab. Millionen Tiere bewegen sich dabei in einem riesigen Kreislauf durch die Savannenlandschaften Ostafrikas.

In diesem Artikel erfährst du alles über die Great Migration, den jährlichen Wanderzyklus der Tiere, die beste Reisezeit für Safaris sowie spannende Fakten über dieses einzigartige Naturwunder.


Was ist die Great Migration?

Die Great Migration bezeichnet die größte Tierwanderung der Erde. Jährlich ziehen etwa 1,5 Millionen Streifengnus (Wildebeest), rund 300.000 Steppenzebras sowie über 500.000 Thomson-Gazellen gemeinsam durch das Serengeti-Ökosystem.

Diese riesigen Herden folgen keinem festen Zeitplan. Stattdessen orientieren sie sich an Regenfällen und dem Wachstum frischer Gräser. Sobald eine Region austrocknet, ziehen die Tiere weiter – manchmal hunderte Kilometer.

Die gesamte Wanderroute umfasst etwa 800 bis 1000 Kilometer und verläuft in einem natürlichen Kreislauf zwischen der südlichen Serengeti und der nördlich gelegenen Maasai Mara.

Für viele Experten gilt dieses Ereignis als eines der letzten großen Naturphänomene unserer Erde.


Gefährliche Flussüberquerungen

Diese sind für die Tiere immer wieder gefährlich. tausende Tiere durchqueren gleichzeizig das Wasser - und dort lauern die Gefahren

  • starke Strömungen

  • steile Flussufer

  • hungrige Nile Crocodile


Besonders für die vielen Raubtiere - wie den Löwen, Hyäne und Geparden ist die Great Migration eine Zeit des Überflusses.


Die Route der großen Tierwanderung

Die Migration folgt einem jährlichen Zyklus, der stark von den Jahreszeiten in Ostafrika beeinflusst wird. Obwohl sich die exakten Bewegungen von Jahr zu Jahr leicht unterscheiden, lassen sich typische Wanderphasen erkennen.


Januar bis März – Kalbungszeit in der südlichen Serengeti

Zu Beginn des Jahres befinden sich die großen Gnuherden im Süden der Serengeti. Diese Region bietet während der Regenzeit besonders nährstoffreiche Gräser.

Zwischen Januar und März beginnt hier die Kalbungszeit. Innerhalb weniger Wochen werden mehr als 400.000 Gnu-Kälber geboren.

Für Raubtiere bedeutet diese Zeit ein wahres Festmahl. Besonders häufig lassen sich beobachten:

  • Löwen

  • Geparden

  • Leoparden

  • Tüpfelhyänen

Trotz der vielen Gefahren überleben die meisten Jungtiere – ein Beweis für die unglaubliche Anpassungsfähigkeit dieser Tiere.


April bis Juni – Wanderung nach Westen

Mit dem Ende der Regenzeit trocknen die Grasflächen langsam aus. Die Herden beginnen sich nach Westen und Norden zu bewegen.

Während dieser Phase durchqueren die Tiere die sogenannte Western Corridor der Serengeti. Hier kommt es häufig zu spektakulären Begegnungen zwischen Raubtieren und Pflanzenfressern.

Auch erste Flussüberquerungen finden statt – etwa am Grumeti-Fluss, wo große Nilkrokodile auf ihre Beute warten.


Juli bis September – Dramatische Flussüberquerungen

Der wohl berühmteste Abschnitt der Great Migration findet zwischen Juli und September statt. Zu dieser Zeit erreichen die Herden den gefährlichen Mara River an der Grenze zwischen Tansania und Kenia.

Die Überquerung dieses Flusses gehört zu den dramatischsten Naturszenen Afrikas:

Viele Tiere überleben diese Überquerung nicht. Dennoch zwingt der Instinkt die Herden, weiterzuziehen. Gerade für Safari-Fotografen ist diese Phase eines der spektakulärsten Naturerlebnisse der Welt.


Oktober bis Dezember – Rückkehr in die Serengeti

Wenn im Süden der Serengeti die ersten Regenfälle einsetzen, kehren die Herden langsam wieder zurück.

Die Landschaft verwandelt sich dann erneut in eine grüne Savanne mit frischem Gras – perfekte Bedingungen für die Tiere.

Damit schließt sich der jährliche Kreislauf der Great Migration, und das beeindruckende Naturschauspiel beginnt von vorn.


Warum die Great Migration so wichtig für das Ökosystem ist

Die große Tierwanderung hat enorme Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem der Serengeti.

Die wandernden Tierherden erfüllen mehrere wichtige Funktionen:

1. Nährstoffverteilung Durch ihre Wanderung verteilen die Tiere Nährstoffe über riesige Flächen.

2. Kontrolle des Pflanzenwachstums Das Grasen der Millionen Tiere verhindert, dass Graslandschaften zu dicht bewachsen.

3. Nahrung für Raubtiere Die Migration bildet die Grundlage für eine der größten Raubtierpopulationen Afrikas.

Ohne diese Wanderbewegung würde sich die gesamte Landschaft des Serengeti-Ökosystems drastisch verändern.


Die beste Reisezeit für die Great Migration

Die Antwort hängt davon ab, welches Naturerlebnis man sehen möchte.

Beste Zeiten für bestimmte Ereignisse:

  • Januar – Februar: Kalbungszeit im Süden der Serengeti

  • Mai – Juni: große Herdenbewegungen im Western Corridor

  • Juli – September: Flussüberquerungen am Mara River

  • Oktober – November: Rückkehr der Herden in den Süden

Da sich die Tiere ständig bewegen, ist die Great Migration das ganze Jahr über sichtbar – allerdings in unterschiedlichen Regionen.


Spannende Fakten über die Great Migration

Die große Tierwanderung beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch erstaunliche Zahlen:

  • Über 2 Millionen Tiere nehmen an der Migration teil

  • Die Wanderroute umfasst bis zu 1000 Kilometer

  • Jährlich werden rund 400.000 Gnu-Kälber geboren

  • Tausende Tiere sterben während der Flussüberquerungen

Trotz dieser Verluste bleibt die Population der Streifengnus stabil – ein Beispiel für das Gleichgewicht der Natur.


Ein Naturwunder unserer Erde

Die Great Migration in der Serengeti ist eines der letzten großen Naturwunder unseres Planeten. Millionen Tiere, endlose Savannen und dramatische Überlebenskämpfe machen dieses Ereignis zu einem einzigartigen Schauspiel.

Für Naturliebhaber, Fotografen und Abenteuerreisende gehört eine Safari während der großen Tierwanderung zu den beeindruckendsten Erfahrungen, die Afrika zu bieten hat.

Wer dieses spektakuläre Ereignis einmal erlebt hat, versteht sofort, warum die Serengeti und die Maasai Mara zu den faszinierendsten Naturlandschaften der Welt zählen.


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